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Projekt: Der lange Weg vom Korn zum Brot





Schon im Frühjahr konnten die Kinder, die regelmäßig an den Waldtagen teilnahmen, das Wachstum auf den Weizenfeldern in Waldnähe beobachten. Bei einem Waldspaziergang zur Erntezeit, entdeckten die Kinder ein abgemähtes Weizenfeld. Am Rand dieses Feldes standen noch viele Ähren, da der Mähdrescher dort wohl nicht hingekommen war. Auch lag auf unserem Weg ein großer Haufen Körner, die der Mähdrescher verloren hatte und von den Kindern eifrig untersucht wurde. Die Kinder waren von den Körnern fasziniert und entschieden sich dafür,die übrig gebliebenen Ähren am Feldrand abzuschneiden und mit in den Kindergarten zu nehmen.
Gemeinsam überlegten sie im Morgenkreis, was sie mit den Ähren anfangen könnten. Sie wollten aus den Körnern ihr eigenes Brot backen!
Die Kinder schafften gemeinsam im Gruppenraum einen Platz zum Dreschen, wo einige Wochen immer mal wieder fleißig gedroschen wurde. Auch das Trennen von der Spreu vom Weizen war ein mühsamer Prozess. Doch das Ergebnis lohnte die schwere Arbeit.
Eine Schüssel voll Weizenkörner!
Wie wird aus den Körnern nun das Mehl. Die Kinder probierten sich in verschiedenen Möglichkeiten die Körner zu mahlen: zwischen zwei dicken Steinen, mit Steinen zu zerklopfen und letztendlich entschieden sie sich dafür, die Körner in alten Kaffeemühlen zu zermahlen. Viel Kraft und Energie wurde von den Kindern hierbei abverlangt. Nach Tagen war es dann geschafft, das Mehl war fertig!
Nun endlich konnten wir aus unserem gewonnenen Mehl ein leckeres Körnerbrot backen.
Bei einem gemeinsamen Frühstück, mit selbst gemachter Butter und selbst gemachter Marmelade, ließen wir uns unser Brot gut schmecken.
Zum Abschluss unseres Projektes, bei dem wir uns auch mit der Getreideverarbeitung von früher und heute beschäftigten, besuchten wir gemeinsam mit den Eltern die Johann Adams Mühle in Theley.
Bei einer erlebnisreichen Führung, bei der sowohl die Interessen der Kinder, wie auch die der Erwachsenen berücksichtigt wurden, führte uns Herr Rauber durch die Mühle und veranschaulichte das Mühlenleben von vor etwa 100 Jahren.

Ein schöner Abschluss für unser Projekt!